Vor zwei Jahren haben wir uns spontan entschieden auszuwandern. Wir blieben an unserem Wunsch dran, lernten die Sprache und fanden schliesslich ein Haus in Schweden. In den zwei Jahren des Suchens begegneten uns viele Resonanzen und gleichzeitig Impulse, dass Schweden nicht die Lösung ist. Wir hielten an unserem Wunsch fest und bauten uns einen Traum drumherum auf.
Wir bearbeiteten Formular um Formular und sortierten viel aus, um mit so wenig wie möglich zu reisen. Die Reise nach Schweden war wunderbar, die Fähre abenteuerlich.
Die Ankunft im Schwedenhaus war dagegen ein Schock.
Da standen wir nun und schauten der Realität ins Auge, welche wir vorher nicht erkennen wollten. Wir versuchten erst, das Beste daraus zu machen. Aber das Beste war es, so schnell wie möglich wieder zu packen und abzureisen.
Also fuhren wir nach ein paar Tagen zurück in den Süden, in ein kleines Häuschen. Wir wollten ankommen und uns vom Schock erholen.
Unser jüngere Sohn brach sich komplett den Arm. Gefixt wurde er erst ein paar Tage später. Sein gebrochener, krummer Arm waren für mich ganz schlimm. Nebst dem Sehen, dass etwas nicht richtig war, fühlte es sich auch nicht richtig an. Ich lernte mehr zu vertrauen- ihm und den Ärzten. Ich lernte noch präsenter zu sein- mit meinen Gefühlen und mit seinen.
Erst sollte eine OP stattfinden aber dann durfte ich ihn doch, mit Hilfe von Lachgas und dem perfekten Team, durch eine Meditationsreise begleiten, damit die Knochen gerichtet werden konnten.
Ein Tag nach dem Armbruch ist unsere Katze weggelaufen. Noch mehr Trauer, noch mehr Präsenz und noch mehr Tränen.
Ich durfte schon mehrere Katzen von Kunden nach Hause führen aber Kesha habe ich nicht erreicht. Mein Rufen, meine Energie fliesst aus aber ich nehme keine Antwort wahr, kein Echo, keine Kesha und gleichzeitig sehe und fühle ich sie überall.
Kesha hat mich 13 Jahre begleitet. Sie war immer da, hat mit uns gefühlt, die Schwangerschaften erlebt, unsere Kinder willkommen geheissen.
Sie ist mit uns bis nach Schweden gereist, damit wir unserer tiefen Dunkelheit begegnen konnten. Diesmal auf eine Weise, die ehrlicher und wahrhaftiger wahr als alles zuvor.
Kesha war eine Woche weg und kam dann hungrig aber gesund wieder zurück.
Wir haben uns 2 Jahre nichts anderes gewünscht als ein Haus im Wald, in der Natur- um wieder ganz anzukommen, in uns. Zwei Jahre voller Vorbereitungen und Transformation. Ich komme an aber nicht nur wegen dem Ort, sondern weil ich bereit bin, tief zu fallen und präsent zu sein.
Im Nachhinein erkennen wir all die Impulse unserer Seelen und das Wachrütteln in Schweden. Dieses Wachrütteln war nötig- radikal und ehrlich.
Durch die Trauer um Kesha hatte ich die wunderbare Möglichkeit in der Tiefe zu fühlen.
Glaubenssätze wie: "Ich muss bleiben und leiden." Oder "Alles muss schwer und anstrengend sein." Zeigen sich plötzlich. Wunderglaublich, was sich alles zeigt, wenn wir bereit dazu sind. Meine Aufgabe ist es, mich auf dieser neuen Ebene selbst zu wählen. Ich erkenne Rollen und Muster zu den verschiedensten Themen. Ich muss nicht mehr bleiben und leiden. Ich wähle mich, uns und führe uns nach Hause. Wohin genau? Ich weiss es nicht. Aber ich weiss, dass es Präsenz ist, Familie und Liebe. Echt, keine Illusion.
Ich erkenne dieses Wachrütteln, den Umweg, den Seelenweg, die Impulse. Und ich weiss, dass es nötig war.
Und in der kalten Dunkelheit erkenne ich nicht nur mich. Da sind begleitende Wesen, Mächte und Kräfte. Lilith und Luzifer- ich erkenne sie in ihrer Ganzheit, als Portal und sie bringen mir einen Schlüssel, den ich nirgendwo anders als hier gefunden hätte.
Ich erkenne, meine Aufgabe als Auf-Gabe meiner selbst- also mich selbst aufgeben als Schlüssel zu tiefer Selbstermächtigung. Ich durfte mich hier, im dunklen Abgrund, selbst erkennen, erlösen und endlich nach Hause führen, zu mir selbst. Nach Hause, wie wir es uns gewünscht haben- auf einer neuen Ebene selbstermächtigt und frei.
Und hier im Nichts erkenne ich einfach alles.
Ich bin Zuhause in mir, in der Magie, im Vertrauen und in der Liebe. Möglichkeiten tauchen wie Hologramme vor mir auf und ich darf wählen. Ja, das ist nichts neues aber es ist doch vollkommen neu, mit dieser Präsenz, diesem Vertrauen und dieser Liebe.
Ich erkenne das Erlebnis als notwendig auf meinem Seelenweg, meine Seelenfamilie, meine wahre, tiefe Liebe und Kraft.
Ja, höhere Ebenen erlauben einen tieferen Blick. Das beschreibe ich auch in der Erinnerung/ Ausbildung an deine Lichtschöpfung eingehend. Mittendrin, im Wandel, ist es nicht immer einfach, den Kurs zu halten. Aber weisst du, was wir immer tun können, wenn wir scheinbar keine Kontrolle mehr haben? Atmen. Ein und aus.
Zwischen Faszination und vorbeiziehendem Zweifel bin ich voller tiefem Vertrauen, dass wir auch im Aussen unser Zuhause finden.
Und selbstermächtigt auf einer neuen Ebene komme ich an und sende auch dir, lieber Mensch tiefe Erkenntnisse, Mut sowie Vertrauen und allumfassende Liebe in deinen Weg, deine Macht und Kraft zu. Vertrau deinem Leben, vertrau deinen Impulsen, Vertrau der göttlichen Führung.
Ich danke meiner göttlichen Führung. Ich danke meiner Seele, die mir den Raum eröffnet hat. Unseren mutigen Herzen, die diese Reise angetreten sind.
Und ich danke unserer Familie und unseren Freunde, die uns mit den liebsten Worten und schönsten Herzensliedern begleiteten in dieser magischen Zeit, auf diesem goldenen Weg.
Danke für eure Liebe, eure Zeit, euer Dasein, eure Energie.
Danke, danke, danke.
Das Leben ist ein lebendiger Fluss. Du kannst es an dir vorbeiziehen lassen. Oder du kannst dich mitbewegen und dich mit ihm, spiralförmig weiterentwickeln. Den Herausforderungen kannst du im Herzen zentriert, mit Leichtigkeit begegnen und so Schicht für Schicht ganz in deiner Essenz ankommen.
Zurück zu dir, in deine bedingungslose Liebe zu allem Sein. Denn jenseits aller Begrenzungen ist nichts anderes als die reine, bedingungslose Liebe zu allem Sein.
Von Herz zu Herz
Ramona