Wir waren gerade fertig mit unserem Spaziergang. Zuhause habe ich unseren Hund gefragt, ob es für ihn ein Highlight gab.
Er erzählte mir von den kleien Vögeln, die er unter einer Tanne beobachtet hatte und nahm mich mit in seine Wahrnehmung:
Er fragte: „Siehst du den Baum dort?"
„Ja. Was ist mit ihm?"
„Ich beobachte gerne die Vögel, die darunter Zuflucht und Futter finden und einen kurzen Moment Pause machen können, bevor sie ihren Weg fortsetzen."
„Ja, das ist schön. Das kann ich auch auf mich übertragen, oder?"
„Ganz genau. Auch dir tun Plätze, Orte, Räume gut, an denen du innehalten und lernen kannst, bevor du weiterziehst."
„Mhm..."
„Die wichtige Frage zuvor ist aber: Wieso du an diesen Platz willst. Auf welchem Fundament wurde er Aufgebaut? Wurde der Baum (Ort an den du willst) gepflanzt, um etwas zu überdecken, den Boden zum Beispiel? Steht er dort, weil er die Sicht zu deinem Innern verdecken soll oder vielleicht sogar die Sicht in die Ferne? Oder ist der Baum vielleicht so wertvoll und aussergewöhnlich, dass er die Sicht auf sich zieht, um von etwas anderem abzulenken?"
„Oh wow. Und das lässt sich auf alle Aktivitäten übertragen?
„Ganz genau. Und deshallb merken wir manchmal erst später, dass etwas doch nicht ganz stimmig ist und zu uns passt, weil es auf dem für uns unpassenden Fundament steht und wir vielleicht dafür eine Rolle einnehmen mussten."
„Wow, danke. Und von diesen Rollen und Aktivitäten, Jobs, Hobbies... dürfen wir uns einfach lösen, in tiefer Liebe zu uns selbst."
„Ganz genau. In tiefer Liebe zu uns selbst."
Von Herz zu Herz
Ramona & Samu