Eine Reise zwischen Bewusstsein und dem Weg von der Vergangenheit, zur Gegenwart, bis in die Zukunft
Zeit gehört zu den grundlegendsten Erfahrungen unseres Lebens und gleichzeitig zu den grössten Rätseln. Jeder Mensch spürt ihren Verlauf, doch kaum jemand kann wirklich erklären, was Zeit eigentlich ist.
In unserem Alltag ordnen wir Zeit meist in drei klare Kategorien ein: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dieses Konzept vermittelt uns das Gefühl einer linearen Bewegung. Die Vergangenheit liegt hinter uns, die Zukunft vor uns, und die Gegenwart erscheint als ein flüchtiger Moment dazwischen.
Doch je tiefer man über Zeit nachdenkt, desto mehr beginnt dieses scheinbar einfache Konzept zu verschwimmen.
Die lineare Zeit ist ein menschliches Konzept
Die Vorstellung einer linearen Zeitstruktur prägt unser Denken stark. Wir lernen früh, dass die Vergangenheit abgeschlossen ist und nicht mehr verändert werden kann und die Zukunft gilt als offen und formbar.
Die Gegenwart erscheint dabei wie ein schmaler Übergangspunkt, ein Moment, der kaum ausgesprochen werden kann, ohne bereits wieder vergangen zu sein.
Doch ist die Gegenwart wirklich nur ein punktueller Augenblick? Jetzt? Und jetzt?
Oder ist sie vielmehr ein anhaltender Raum des Bewusstseins?
Hier, in dieser Zeit, an diesem Ort, für unsere Erfahrung sind der Kalender und die Zeit nichts destruktives. Es ist auch nicht destruktiv, dass wir als Kollektiv mehr dem Sonnenkalender und weniger dem Mondkalender folgen. Auf der hohen Seelenebene haben wir uns dieses Leben genauestens ausgesucht. Wir können gegen die Systeme sein oder sie annehmen und das höchstschwingenste für unser Sein hier schöpfen.
Da wir alle unterschiedliche Bewusstseinsebenen bedienen und unterschiedlich ent-wickelt sind, ist der Kalender ein einfaches Mittel, um Termine, im individuellen Lebensfluss, zu vereinbaren. Ein bekanntes System um zu planen. Ganz egal, ob das der gregorianische Kalender ist oder ein anderes System.
Das subjektive Erleben von Zeit
Psychologische und neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass Zeit nicht nur objektiv gemessen wird, sondern auch subjektiv erlebt wird.
Wir kennen dieses Phänomen aus dem Alltag:
- In Momenten höchster Konzentration und Freude scheint die Zeit zu verfliegen.
- In Situationen des Wartens oder der Langeweile scheint sie sich auszudehnen und nicht zu fliessen.
- In anderen Situation bleit die Zeit scheinbar stehen.
Zeit ist also nicht nur eine physikalische Grösse oder Masseinheit, sondern auch ein Erlebnisraum des Bewusstseins.
Wenn wir uns bewusst mit einem Gedanken, einem Erlebnis oder einer Erinnerung beschäftigen, öffnen wir im Jetzt einen inneren Zeitraum. Dieser Zeitraum kann Sekunden, Minuten oder sogar Stunden umfassen. Doch entscheidend ist:
Er findet immer im gegenwärtigen Bewusstsein statt.
Die Vergangenheit im Licht des Jetzt
Ein besonders faszinierender Aspekt unserer Wahrnehmung betrifft die Vergangenheit. Objektiv betrachtet bleiben vergangene Ereignisse unveränderlich. Doch unsere Interpretation, unsere Wahrnehmen und emotionale Bedeutung zu diesen Ereignissen kann sich verändern. Wir können unsere Perspektive ändern.
Wenn wir im gegenwärtigen Moment mit neuen Einsichten auf ein früheres Erlebnis blicken, verändert sich unser Verständnis davon. Dies können wir erreichen, wenn wir unser Bewusstsein ausdehen und die Erlebnisse aus einer höheren Perspektive betrauchten.
(Aus psychologischer Sicht spricht man hier von Refraiming, also der Reinterpretation oder Neubewertung von Erinnerungen.)
Spirituell betrachtet kann man sagen, dass das Bewusstsein im Jetzt die Fähigkeit besitzt, die Vergangenheit dimensions- und lebensübergreifend zu transformieren, also zu heilen. Es ist möglich, aus einer erhöhten Bewusstseinsebene, über die Schöpferquelle selbst, ein Ereignis zum höchsten Wohl zu verändern. Wir haben die Fähigkeit dazu. Die Frage ist nur, ob wir uns selbst dazu ermächtigen, Verantwortung zu übernehmen und unser Leben zu verändern.
Das Paradox der Zeit
Betrachtet man das Leben aus einer tieferen Perspektive, entsteht ein interessantes Paradox:
- In der Vergangenheit haben wir immer im Jetzt gelebt.
- In der Zukunft werden wir ebenfalls nur im Jetzt leben können.
Das Leben selbst findet also nie tatsächlich in Vergangenheit oder Zukunft statt. Es entfaltet sich ausschliesslich im gegenwärtigen Moment.
Vergangenheit existiert als Erinnerung und Zukunft existiert als Vorstellung.
Das Jetzt hingegen ist der einzige Ort, an dem Erfahrung wirklich stattfindet.
Ist es da nicht vollkommen selbstverständlich, dass wir als Individuen und Kollektiv die Vergangenheit transformieren und uns erlauben, den gegenwärtigen Moment, in Liebe und Freude, zu geniessen? Und dass wir dadurch ganz automatisch eine gemeinsame Zukunft im harmonischen Miteinander kreieren?
Die Verantwortung des Bewusstseins
Hier eröffnet sich eine entscheidende Frage für unser persönliches Leben. Viele Menschen verbringen grosse Teile ihrer inneren Aufmerksamkeit damit:
- vergangene Verletzungen zu wiederholen
- alte Geschichten immer wieder zu durchdenken
- oder sich Sorgen über mögliche zukünftige Ereignisse zu machen
Unser Bewusstsein bewegt sich ständig zwischen diesen mentalen Zeiträumen. Doch wir besitzen auch die Fähigkeit, bewusst ins Jetzt zurückzukehren.
Im gegenwärtigen Moment liegt die Möglichkeit:
- Verantwortung für unsere Gedanken zu übernehmen
- alte Erfahrungen neu zu verstehen
- inneren Frieden zu entwickeln
- und Vertrauen in den natürlichen Verlauf der Zukunft zu finden
Wir können die Geschehnisse der Vergangenheit nicht abschliessen, wenn wir immer wieder an weiteren möglichen Gesprächen und Eventualitäten feilen. Aber wir können die Geschehnisse annehmen und als reine Erlebnisse der dankbaren Ent-Faltung und Ent-Wicklung integrieren. So manch Unangenehmes offenbart uns Geschenke der reinen Dankbarkeit.
Die Frage nach unserer inneren Ausrichtung
Am Ende führt jede Reflexion über Zeit zu einer sehr persönlichen Frage. Nicht die Zeit selbst entscheidet über unsere Erfahrung des Lebens, sondern unsere Beziehung zu ihr.
Bleiben wir gedanklich in der Vergangenheit gefangen? Verlieren wir uns in Sorgen über die Zukunft? Oder nutzen wir das Jetzt als Raum für Bewusstsein, Klarheit und Entwicklung?
Vielleicht ist die wichtigste Frage deshalb nicht:
„Was ist Zeit?“ Sondern vielmehr: „Wie möchte ich diesen gegenwärtigen Moment leben?“
Denn egal, wohin unsere Gedanken reisen,
das Leben selbst geschieht immer genau hier, jetzt.
Was wählst du?
Bleibst du im menschlichen Zeitkonstrukt oder bist du bereit, deine Essenz durch dich fliessen zu lassen, Verantwortung zu übernehmen und über unsere Zeit hinaus zu leben?
Von Herz zu Herz,
Ramona
Ein Akasha Chronik Reading kann dir viele Impulse geben, um noch mehr im Hier anzukommen. Die Ausbildung zum/r Lichtschöpfer/in zeigt dir mit vielen Imputs, Botschaften und Übungen, wie du selbst das Licht schöpfen kannst.
Ich freue mich auf dich und deine Einzigartigkeit.